Umweltforum-Mannheim
Mannheimer solardachbörse
Solarpanel
Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach


Was versteht man unter Photovoltaik?

Mit der Sonne lässt sich nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugen. Die Dachflächen vieler Einfamilienhäuser können so viel Solarstrom liefern wie die Bewohner verbrauchen. Große Dachflächen von z.B. Gewerbebetrieben werden zu Kraftwerken für die Nachbarschaft. Dank der gesetzlichen Einspeisevergütung sind Photovoltaik-Anlagen wirtschaftlich interessant. Von der guten Wirkung für den Umweltschutz ganz zu schweigen.

Photovoltaik (PV) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom. Das Herzstück jeder PV-Anlage sind Solarzellen, die je nach gewünschter Leistung zu einem Solarmodul zusammengeschaltet werden können. Dieser modulare Aufbau ermöglicht eine Stromversorgung von wenigen Milliwatt (z.B. für Taschenrechner) bis in den Megawatt-Bereich hinein. Der jährliche Stromertrag pro kWp installierter Leistung liegt im Raum Mannheim bei einem optimal ausgerichteten Dach bei etwa 900 bis 950  Kilowattstunden (kWh). Eine Anlage mit 1 kWp benötigt etwa acht bis neun Quadratmeter Fläche.

Die Montage auf dem Dach

Bei der nachträglichen Installation einer Solaranlage auf einem Schrägdach ist die einfachste Methode die Aufdach-Montage: Auf einer Unterkonstruktion aus Metall werden die Solarzellen am Dach befestigt. Beim Neubau oder der Neueindeckung bietet sich die Integration der Solarmodule in die Dachhaut an. Für einen optimalen Jahresenergieertrag sollten der Anstellwinkel zwischen 30 und 45 Grad liegen und das Dach nach Süden orientiert sein. Sehr wichtig ist die verschattungsfreie Konstruktion, da bereits scheinbar geringfügige Schatten zu einer deutlichen Leistungsminderung führen. Eine Baugenehmigung ist nur bei denkmalgeschützten Gebäuden erforderlich.

Qualitätsmerkmale einer Photovoltaik-Anlage

Achten Sie beim Kauf einer Photovoltaik-Anlage auf folgende Qualitätsmerkmale:

  • Die Leistungstoleranz der Module gibt an, um wie viel Prozent die tatsächliche Leistung von der angegebenen Nennleistung abweichen kann. Der Toleranzbereich sollte max. 3 bis 5 Prozent betragen.

  • Lassen Sie sich eine schriftliche Garantie für 20 Jahre über mindestens 80 Prozent der Anlagenleistung geben.

  • Der „Europäische Wirkungsgrad" des Wechselrichters sollte mind. 95 Prozent betragen.

  • Die Leistung des Wechselrichters darf höchstens 10 Prozent kleiner sein als die Nennleistung der Solarmodule.

Die Einspeisung von Solarstrom

Die konventionelle Erzeugung von Strom aus Kohle und Atom belastet die Umwelt, weshalb dieser umweltfreundliche Solarstrom gesetzlich gefördert wird. Wer den auf seinem Dach gewonnenen Solarstrom ins öffentliche Netz einleitet, erhält 20 Jahre lang einen festen Betrag pro eingespeister Kilowattstunde. Die Rechnung schicken Sie dem örtlichen Betreiber des Stromnetzes, also in Mannheim der MVV Energie AG. Details zur Rechnungsstellung finden Sie auf der Website des Solarfördervereins Aachen.

Sie können auch einen Einspeisevertrag mit der MVV Energie AG abschließen. Eine Bewertung des Einspeisevertrags z.B. mit der MVV sowie einen Mustervertrag der Zeitschrift PHOTON zur Einspeisung von Solarstrom finden Sie hier: www.photon.de

Zusätzlich zu der garantierten Einspeisevergütung fördert die KfW-Förderbank PV-Anlagen mit Krediten. Die Stromproduktion kann steuerlich als Gewerbe ausgewiesen werden, was sich als vorteilhaft erweisen kann (Umsatzsteuer-Vorabzug). Sprechen Sie Ihre Möglichkeiten mit Ihrem Steuerberater durch.

Mit Hilfe des Amortisationsrechners können Sie die Rendite einer Solarinvestition abschätzen.

Weiterführende Infos